Logo + Home
 

Leistungsbereich

Hüft-Totalendoprothesenwechsel und -komponentenwechsel

Allgemeine Informationen

Die Erstimplantation einer Hüftendoprothese bei Verschleiß des Hüftgelenks (Koxarthrose) verbessert die Lebensqualität des betroffenen Patienten deutlich. Ebenso kann bei schmerzhafter und beeinträchtigender Prothesenlockerung ein Prothesenwechsel die Beschwerden des Patienten bessern (Saleh et al. 2003).

Implantatwechsel sind in der Regel bei Implantatlockerung indiziert. Ursachen der Implantatlockerung können z. B. ein Knochensubstanzverlust im Prothesenlager, das Ausbleiben des knöchernen Einheilens bei zementfreien Prothesen, eine akute oder eine chronische Infektion des Prothesenlagers oder eine traumatisch bedingte periprothetische Fraktur sein.

Hüft-Endoprothesen haben in der Regel eine Standzeit, d. h. eine Zeitspanne zwischen Erstoperation und Wechseloperation, von über 15 Jahren. Der Anteil an Revisionsoperationen bezogen auf die Erstimplantation betrug nach Angaben des Schwedischen Endoprothesenregisters für die Jahre 1992 bis 2003 9,9% für zementierte, 28,1% für unzementierte und 10,8% für gemischt zementierte/unzementierte Hüftendoprothesen (so genannte Hybridendoprothesen). Sichere Aussagen zu den Standzeiten von Hüftendoprothesen in Deutschland lassen sich nur durch eine Langzeitbeobachtung in Form eines Endoprothesenregisters gewinnen. Solange ein solches Register nicht etabliert ist, geben die Qualitätssicherungsverfahren zu den Austauscheingriffen leider nur einen begrenzten Einblick in die Versorgungsqualität.

Literatur:

Saleh KJ, Celebrezze M, Kassim R, Dykes DC, Gioe TJ, Callaghan JJ, Salvati EA. Functional Outcome After Revision Hip Arthroplasty: A Metaanalysis. Clinical Orthopaedics and related Research 2003; (416): 254-264.