Leistungsbereich
Herzschrittmacher-Revision-Systemwechsel-Explantation
Allgemeine Informationen
Die Gründe für die
Revision eines Herzschrittmachers sind vielfältig. Bei Problemen am
Herzschrittmacheraggregat kann es sich z.B. um eine Fehlfunktion handeln. Aber
auch Infektionen, Perforationen der Aggregattasche und ähnliche Komplikationen
treten in seltenen Fällen auf. Bei den Sonden können Komplikationen wie z.B.
Sondenbruch oder Sondendislokation die Schrittmacherfunktion beeinträchtigen.
Infektionen und Perforationen von Sonden sind sehr selten. Häufige Revisionen
können auf Mängel bei den Implantationsoperationen hinweisen.
Die Rate von
Revisionsoperationen in einem Krankenhaus ist besonders aussagefähig, wenn man
sie auf die Zahl der Patienten bezieht, bei denen der Schrittmacher im selben
Krankenhaus implantiert wurde. Das Auswertungskonzept berücksichtigt dies bei
der Beurteilung der Indikation zum Revisionseingriff.
Da eine Verlaufsbeobachtung aller
Herzschrittmacher-Erstimplantationen in der externen Qualitätssicherung derzeit
nicht möglich ist, wird alternativ die Häufigkeit von Revisionsoperationen als
Maß für die Ergebnisqualität der Erstimplantationen analysiert. Um
näherungsweise die Revisionsrate eines Krankenhauses darstellen zu können, wird
als Bezugsgröße das gemeldete Implantationsvolumen (aus Erstimplantation und
Aggregatwechsel) dieses Krankenhauses im selben Jahr verwendet. Diese
Vorgehensweise bei der Berechnung einer Revisionslast (revision burden) ist in
internationalen Registern durchaus üblich (z.B. Skutek et al. 2006).
Literatur:
Skutek M, Bourne RB, Mac Donald SJ. International
epidemiology of revision THR. Current Orthopaedics 2006; (20): 157-161.
Stand 15.03.2009