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Leistungsbereich

Hüft-Endoprothesenwechsel und -komponentenwechsel

Allgemeine Informationen

Implantatwechsel sind in der Regel bei Implantatlockerung indiziert. Ursachen der Implantatlockerung können z.B. ein Knochensubstanzverlust im Prothesenlager, das Ausbleiben des knöchernen Einheilens bei zementfreien Prothesen, eine akute oder eine chronische Infektion des Prothesenlagers oder eine traumatisch bedingte periprothetische Fraktur sein. Als Revision Burden wird das Verhältnis der Zahl der Revisionen in einem Land zur Gesamtzahl der Endoprotheseneingriffe bezeichnet. Die Ergebnisraten in Deutschland sind im internationalen Vergleich relativ gut. So gaben Skutek et al. 2006 für Deutschland eine Revison Burden von 11,6% an (zum Vergleich: Kanada 9,0%, Dänemark 14,5%, USA 17,5%).

Hüft-Endoprothesen haben in der Regel eine Standzeit, d.h. eine Zeitspanne zwischen Erstoperation und Wechseloperation, von über 15 Jahren. Der Anteil an Revisionsoperationen bezogen auf die Erstimplantation betrug nach Angaben des schwedischen Endoprothesenregisters für die Jahre 1992 bis 2003 9,9% für zementierte, 28,1% für unzementierte und 10,8% für sogenannte Hybridendoprothesen (ein Prothesenanteil zementiert, ein Prothesenanteil unzementiert). Sichere Aussagen zu den Standzeiten von Hüftendoprothesen lassen sich nur durch eine Langzeitbeobachtung in Form eines Endoprothesenregisters gewinnen. Solange ein solches Register in Deutschland nicht etabliert ist, geben die Qualitätssicherungsverfahren zu den Austauscheingriffen nur einen begrenzten Einblick in die Versorgungsqualität.

Literatur:

Skutek M, Bourne RB, Mac Donald SJ. International epidemiology of revision THR. Current Orthopaedics 2006 (20): 157-161.



Stand 15.03.2009