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Leistungsbereich

Mammachirurgie

Allgemeine Informationen

Brustkrebs stellt die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar. Im Jahr 2004 wurden ca. 57.000 Neuerkrankungen geschätzt. Das mittlere Erkrankungsalter liegt im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen früh bei 63 Jahren (RKI & GEKID 2008). Im Jahr 2004 starben 17.592 Frauen an Brustkrebs (Statistisches Bundesamt Wiesbaden, in RKI & GEKID 2008).

Die Prognose der Betroffenen bezüglich Rezidivrate und Überleben wird maßgeblich beeinflusst durch das Tumorstadium bei Diagnosestellung und die Tumorbiologie. Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt über alle Stadien hinweg bei ca. 81% (RKI & GEKID 2008), im Stadium pT1 sogar bei 91,3% (Janni 2007). Ziel einer hochwertigen Früherkennung ist es also, Brustkrebs in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen. Dabei gilt es aber auch, gesunde Frauen als solche zu erkennen und dadurch vor unnötigen und belastenden diagnostischen Maßnahmen zu schützen. Weiterhin wird die individuelle Prognose von Brustkrebs-Patientinnen durch eine sachgerechte Behandlung im interdisziplinären Team beeinflusst. Für viele Betroffene gibt es Therapieoptionen mit vergleichbaren Überlebensraten, so dass in diesen Situationen der Erhalt der Lebensqualität ein vorrangiges Ziel ist. Konkret bedeutet dies, dass die Frauen in die Entscheidungen auf der Basis umfassender und verständlicher Informationen einzubinden sind.

Evidenzbasierte Standards für die gesamte Versorgungskette bei Brustkrebs sind in den beiden deutschen S3-Leitlinien festgeschrieben. Ein anerkanntes Instrument zur Implementierung von Leitlinien sind Qualitätsindikatoren (Albert 2008, Kreienberg et al. 2008), so dass ein kontinuierlicher Austausch zwischen Leitlinien und der externen Qualitätssicherung wichtig ist.

Literatur:

Albert U-S. Stufe-3-Leitlinie Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland, 1. Aktualisierung 2008. München. Zuckschwerdt Verlag; 2008.

Janni W. Manual Mammakarzinome - Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Janni W, (Hrsg.). 11. überarbeitete Auflage, München. Zuckschwerdt Verlag; 2007.

Kreienberg R, Kopp I, Albert U, Bartsch HH, Beckmann MW, Berg D, Bick U, du Bois A, Budach W, Dunst J, Engel B, Ernst M, Geraedts M, Henscher U, Hölzel D, Jackisch C, König K, Kreipe H, Kühn T, Lebeau A, Leinung S, Link H-J, Lück H, Madjar H, Maiwald A, Maiwald G, Marschner N, Marx M, von Minckwitz G, Naß-Griegoleit I, Possinger K, Reiter A, Sauerbrei W, Schlake W, Schmutzler R, Schreer I, Schulte H, Schulz K-D, Souchon R, Thomssen C, Untch M, Wagner U, Weis J, Zemmler T. Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Informationszentrum für Standards in der Onkologie (ISTO) (Hrsg.). Berlin. 2008.

Robert Koch-Institut (RKI), Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID). Krebs in Deutschland 2003 — 2004. Häufigkeiten und Trends. 6. überarbeitete Auflage. Robert Koch-Institut (RKI), Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Hrsg). Berlin. 2008. http://www.ekr.med.uni-erlangen.de/GEKID/Doc/kid2008.pdf (Recherchedatum: 01.12.2008).



Stand 15.03.2009