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Leistungsbereich

Nierentransplantation

Allgemeine Informationen

Seit der ersten Nierentransplantation in Deutschland im Jahr 1963 sind an deutschen Zentren etwa 60.000 Nieren transplantiert worden (DSO 2008).

Heute ist die Nierentransplantation ein etabliertes Verfahren und stellt die optimale Behandlung von Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz dar. Bei endgültigem Nierenversagen kann nur die regelmäßige Dialyse oder eine Transplantation das Leben des Patienten erhalten. Die häufigsten Ursachen für ein chronisches Nierenversagen sind glomeruläre Nierenkrankheiten, Zystennieren und die diabetische Nephropathie.

Etwa 11.000 der über 90.000 Dialysepatienten in Deutschland warten auf ein Spenderorgan (Eurotransplant 2008). Der limitierende Faktor für die Durchführung von Nierentransplantationen ist der Mangel an Spenderorganen.

Seit 2006 besteht für alle deutschen Nierentransplantationszentren eine Verpflichtung zur Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung.

Bei der Bewertung der Ergebnisse von Qualitätsindikatoren ist zu berücksichtigen, dass die Risikoprofile der transplantierten Patienten von Zentrum zu Zentrum erheblich variieren können. Insbesondere unterscheiden sich diese bezüglich des Anteils an Nierenempfängern mit einem Alter von über 65 Jahren, Diabetes mellitus, Retransplantationen und Transplantationen mit hoher Dringlichkeit (HU-Transplantationen). Hierdurch kann es zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, die nach Expertenauffassung nicht unmittelbar als mangelnde Qualität des einzelnen Transplantationszentrums zu interpretieren sind.

Literatur:

Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO). Organspende und Transplantation in Deutschland. Jahresbericht 2007. 2008. http://www.dso.de/pdf/dso_jb2007_d.pdf (Recherchedatum: 20.01.2009).

Eurotransplant International Foundation (ET). Annual Report 2007, Yearly Statistics. 2008. http://www.eurotransplant.nl/files/annual_report/AR2007_def.pdf (Recherchedatum: 20.01.2009).



Stand 15.03.2009