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Methode der Risikoadjustierung

Die Einstufung erfolgt auf der Ebene der Qualitätskennzahl.

Die Einstufung „Keine Risikoadjustierung erforderlich“ erfolgt bei Prozessindikatoren mit Referenzbereichen 0% oder 100% sowie bei Qualitätsindikatoren, die die Indikationsstellung abbilden. Bei letzteren kann kritisch diskutiert werden, dass eine eingeschränkte Spezifität dieser Indikatoren letztlich Einflussfaktoren nicht ausreichend abbildet und damit als mangelnde Risikoadjustierung interpretiert werden kann.

Einen Überblick über die eingesetzten Adjustierungsverfahren mit Beispielen liefert die folgende Tabelle:


Adjustierungs-Methode

Beschreibung

Beispiel

Keine Risikoadjustierung


Keine Risikoadjustierung erforderlich

Prozess-QI:
Immer Durchführung einer Pflegeanamnese

Indikations-QI:
Indikations-QI Karotis-Rekonstruktion
Risiko standardisierte FallkonstellationEinschluss von Fällen mit vergleichbaren Risiken und/oder Ausschluss von Fällen mit abweichenden RisikenPTCA, Kataraktoperation

Stratifizierung

Aufteilen der Grundgesamtheit nach Ausprägungen der Einflussfaktoren

Hüftgelenknahe Femurfraktur

Qualitätsindikator Letalität: stratifiziert nach ASA-Klassen

Standardisierung

(direkt oder indirekt)

Hierbei werden die Ergebnisse eines Krankenhauses auf die Risikoverteilung aller Krankenhäuser hochgerechnet, um sie mit den Gesamtergebnissen zu vergleichen oder die Ergebnisse aller Krankenhäuser auf die Risikoverteilung des einzelnen Krankenhauses heruntergerechnet, um sie mit den Ergebnissen des einzelnen Krankenhauses zu vergleichen.

Wird derzeit in BQS-Verfahren nicht angewendet, jedoch in der Neonatalerhebung einzelner Länder

Additive Scores

Bildung von Risikoklassen durch Addition von Anzahl und/oder Schweregrad definierter Risiken
(z.B. NNIS-Score)

Additiver EuroSCORE,
NNIS-Risikoscore für Wundinfektionen

Logistische Regression

Siehe Kapitel "Risiko­adjustierung mit dem EuroSCORE" in BQS-Qualitätsreport 2002

(Kapitel 3, S. 26ff.)

Koronarchirurgie, Karotis-Rekonstruktion